von Bernd:
Das Vorhaben, meinen offiziellen Road Bike Saisonstart am 7.März bei den Randonneuren des ARA in Kiel zu beradeln, war den unerwarteten Schneemassen zum Opfer gefallen. Zwar hatten sich in Kiel sieben Crosser und zwei MTB auf die Strecke begeben - aber der Weg dorthin war ebenfalls verschneit und das ist eben kein Road Biking, nein! - Zudem hatte die Vereinsitzung am letzten Samstag dann auch einen Saisonstart
beim audaxclub-sh in Neumünster vereitelt.
Am heutigen Samstag, den 21.März war es nun nicht mehr aufzuhalten:
Um kurz nach sechs Uhr traf ich am Startort ein, dem Gästehaus am Berliner Hauptbahnhof. Etwa 40 Randonneure und Randonneusen starteten um kurz nach sieben Uhr in den Süden, der Sonne entgegen. So war es eigentlich gedacht, doch die Straßen waren schon nass und es nieselte locker vor sich hin. Wir durchquerten zunächst in einem größeren Verband und später zu fünft die Hauptstadt und fuhren über die Clay-Allee in Zehlendorf aus der Stadt hinaus. Innerstädtisch war ein steter Pedaltritt nicht möglich, denn die vielen Ampellichter hatten nahezu einen Charme von Amsterdam. Außerhalb des Stadtgebietes kam dann auch Schwung in die Sache und wir kamen flott voran. Noch vor der ersten Kontrolle war unerwartet eine größere Straßenbaustelle zu durchfahren. Genau am Ende der Baustelle zischte es heftig und mit Entsetzen vernahm ich, dass meine Vorderraddecke an der Flanke aufgeschlitzt war - gut, wenn man eine neue Decke dabei hat. - Meine Wegbegleiter waren ebenfalls angehalten und so ging es nach Behebung der Panne flott weiter. Sogleich kam heftiger Regen auf, der seinen Weg durch unsere Kleider suchte und leider auch fand. Nahezu unbeeindruckt zogen wir weiter und legten eine großzügige Schleife durch die schöne Landschaft des Baruther Urstromtals. Wir rollten zügig und ohne Rast über herrliche, glatte Asphaltbeläge, die man in Zeven z. Z. so nicht finden kann und versahen die Strecke dabei auch gleich mit ein paar Extras. Die letzte Kontrolle erfolgte in einem sehr urigen Landgasthof, 35km vor dem Ziel. Hier gönnten wir uns nen großen Becher Kaffee und leckersten hausgemachten Pflaumenkuchen mit Sahne.
Inzwischen war die Sonne durchgekommen und wir gingen nun zu dritt auf den Rest des Weges. Gemeinsam mit meinem durchgängigen Wegbegleiter, Stefan aus Kiel und unserem Nordbayrischen Gastrandonneur fuhr ich nun im Sonnenschein in die Hauptstadt ein. Die Ampeln bremsten wiederum den flotten Tritt und leider hatte auch der Verkehr gegenüber den Morgenstunden erheblich zugenommen. Über den Großen Stern erreichten wir unser Ziel am Hauptbahnhof und wurden dort mit deftiger Suppe und leckeren Brötchen versorgt.

Nun wird es am kommenden Samstag erstmals in Kiel an den Start gehen: Der Weg ist das Ziel!
Bernd