von Ralf:
Wie beim 200er verwöhnte uns auch heute der liebe Gott mit Premiumwetter. Dieses Jahr ging es in die Hölle des Nordens. Zufall, das morgen Paris-Roubaix war. Mit 65 Startern waren erneut wieder mehr Teinehmer als beim letztjährigen 300er zu verzeichnen. Auf Schleichwegen verließen wir Berlin in nördlicher Richtung. In Liebenwalde verließen wir die Hauptstraße, um ein Stück des Berlin-Kopenhagen-Radweges entlang des Kanals zu fahren. Bei strahlend blauem Himmel genossen wir den Blick auf den Kanal und die Wiesen. Der gestrige Aprilsturm bescherte uns eine Kletterpartie über einen umgestürzten Baum sowie einen Slalomkurs, um heruntergewehten Ästen auszuweichen. In Rascher Fahrt ging es nach Zehdenick zur ersten Kontrolle, wo Schlangestehen bei der örtlichen Tanke angesagt war, um einen Stempel zu ergattern. Weiter ging es entlang der gefluteten Tongruben der ehemaligen Ziegeleien in diesem Gebiet. Bald erreichten wir das Gebiet des Müritz-Nationalparks, das wir auf kleinen Sträßchen mit Kopfsteinpflasterpassagen durchquerten. In Kratzeburg war die Kontrollstelle ein kleines Bistrocafe, wo wir unseren Kaffee in der Sonne genossen. Es ging die ganze Zeit auf und ab, und so langsam spürte ich meine Beine. Kurz vor Quadenschönfeld, der nächsten Kontrolle in einem Landgasthof, gingen bei mir die Lichter aus. Auch ein Teller Spagetti war da keine große Hilfe. Ich ließ die anderen Fahrer weiter ziehen und fuhr alleine die restlichen 140 km bis nach Berlin weiter. Unterwegs traf ich noch den einen oder anderen Randonneur, die auch mit dem Tempo der einzelnen Gruppen nicht mithalten konnten. Die ersten Störche staksten auf den Feldern den Treckern hinterher, lecker Würmer essen. Nach der Ankunft in Berlin ließen wir gemeinsam den Tag Revue passieren bei Lasagne, Salat, Bier und Zigaretten. Ein schöner Tag ging zu Ende. Ich wartete noch auf die letzten Teilnehmer, bevor ich auch endlich nachhause konnte.
Grüße Ralf

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